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Wenn man beim Erzählen der Geschichte von Highgrade mit der Zukunft beginnt, muss man erstmal folgenden Satz zitieren:
"Wir werden bis zum Schluss zu Vinyl stehen." Dieses, fast schon provokante und liebevolle Bekenntnis zur Schallplatte, ist typisch
für das Berliner Label. Es weiß wo es herkommt und handelt aus Überzeugung und Leidenschaft. Highgrade ist eines der Labels,
ohne dass das Techno-Berlin nicht so wäre, wie es heute ist.
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Doch zurück zum Anfang: Es ist Jahrtausendwechsel, als Tom Clark beschließt, sein eigenes Plattenlabel zu
gründen. Die Kommerzialisierung von Techno hat mit der Love Parade und den großen Musikfirmen seinen Höhepunkt erreicht.
"Das waren die schlimmsten Jahre für House und Techno", sagt Tom. Und gleichzeitig sammelten sich in der Stadt immer mehr
interessante und anspruchsvolle Künstler, die eine Plattform für ihre Tracks suchten. Toms Wohnzimmerlabel, immer schon mehr
Leidenschaft, als ein wirtschaftlich strukturierter Betrieb, war dabei für viele genau richtig. Heute sieht er Highgrade auch als einen
Antrieb für die damalige Neuerfindung der Technoszene in Berlin.
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Tom Clark signte mit Sebo K., James Flavour und Guido Schneider zuerst vor allem Freunde und Bekannte aus dem großen DJ
Pool der Berliner Clubszene. Mit Todd Bodine, Jens Bond, Dub Taylor oder Daniel Dreier, fand sich dann die zweite Generation der Highgrade
Familie zusammen.
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Immer galt es neue Künstler, wie Format:B oder Heinrichs & Hirtenfellner zu entdecken. Der Anspruch dabei: Der Sound
muss bei den ersten Takten überzeugen und den Clubtest überstehen. Dabei reicht das Spektrum von sexy deepen House Tracks bis zu
knisternden Minimal Loops. "Die Musik die wir veröffentlichen muss uns in irgendeiner weise berühren." sagt A & R Todd
Bodine. Mit ihm und Mariana Luzardo hat sich Tom Clark die richtigen Partner gesucht, um das Label weiter voran zu bringen. Mittlerweile sind
sie aus dem Wohnzimmer in ein Friedrichshainer Büro gezogen. Der familiäre Charakter ist geblieben.
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Der enorme Output von Highgrade zeugt von einer talentierten Familienbande: Jeden Monat, erscheint eine Vinyl- und eine
Digitalveröffentlichung. Mindestens zwei Künstleralben pro Jahr kommen dazu. Angriff ist die beste Verteidigung, in Zeiten in denen
andere Labels ihr Programm auf Digital Releases einschränken. Highgrade setzt weiterhin auf elektronische Tanzmusik mit hohen Anspruch und
gleichzeitiger Dancefloortauglichkeit. Dabei entsteht ein großes Releasespektrum, das sich nicht um Genregrenzen schert, sondern nur um
musikalische Highlights und Individualität. Auf deutschland- und weltweiten Labelpartys und Clubtouren, werden die Highgrade Artists
weiterhin diese Soundvisionen live und hinter den Turntables erlebbar machen. So bestimmt das Label den frischen und immer wieder
überraschenden Sound der Stadt mit.
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Gerade in der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung des digitalen Marktes, besteht das Label auf seinen Independentcharakter.
Zur Stärkung dessen bietet Highgrade seinen Künstlern ein Komplettpaket an. "Wir wollen zeigen, dass die klassische Labelarbeit
und das Artistmanagement weiterhin notwendig sind", sagt Mariana Luzardo, Labelmanagerin bei Highgrade. Die hauseigene Bookingagentur
kümmert sich deswegen in enger Zusammenarbeit mit den Artists um ihre Gigs und ihre künstlerische Weiterentwicklung.
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